Aus dem Stadtverband

Dialog-Gespräch der SPD Löhne – Wie schaffe ich Aufenthaltsqualität in der Stadt

„Wir brauchen ein klares Konzept, um den Aufenthalt in der Stadt und besonders in der Innenstadt so attraktiv wie möglich macht,“ fasst Christian Antl, SPD Bürgermeisterkandidat, die Wünsche der Teilnehmenden zusammen. Auf der Veranstaltung Dialog-Gespräche der SPD Löhne zur Stadtentwicklung ging es genau darum: Wie kann man die Stärken von Löhne fördern und ein Stadtbild schaffen, das für Bewohner und Besucher gleichermaßen einladend ist?

Frederik Suchla, Bezirksbürgermeister Bielefeld-Mitte, war als Gesprächspartner eingeladen.

„Wer in Löhne ankommt, fragt zunächst, wo ist der zentrale Puls der Stadt. Der Bahnhof als Ort für Veranstaltungen und Kultur bietet einen ersten Eindruck mit viel Potential. Die Nähe zur Werre ist ein Plus, doch die Innenstadt? Der Verkehr entlang der Lübbeckerstraße sorgt für eine zersplitterte Atmosphäre, während der Findeisen-Platz rund um die Werretalhalle und Musikschule mit sehr viel Potenzial als tatsächlicher Nutzung aufwartet. Löhne hat gut gelegene Plätze, doch was fehlt, ist ein Raum, in dem man sich länger aufhalten möchte,“ so sein erster Eindruck.

„Löhne muss an Aufenthaltsqualität gewinnen, um wirklich als lebendige Stadt wahrgenommen zu werden,“ so sein erstes Fazit

Was schafft Aufenthaltsqualität? Diese Frage wurde diskutiert und beleuchtet. „Weniger Verkehr, mehr Sitzmöglichkeiten, kulturelle Veranstaltungen, Gastronomie und ein attraktives Dienstleistungs- und Einzelhandelsangebot“, so lauteten einige der Vorschläge. Der Ergebnis war eindeutig: Löhne braucht mehr Plätze, an denen sich Menschen treffen können und wollen – Orte der Begegnung, die gleichzeitig sicher und gut erreichbar sind. „Ein belebter Platz ist automatisch ein sicherer Platz“, sagte ein Teilnehmer.

Die Idee, mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen, stieß auf breite Zustimmung. Mehr Bäume, Trinkbrunnen und Cafés – und das in einer klimafreundlichen Umgebung, besonders an sehr heißen Sommertagen – könnten entscheidend dazu beitragen, Löhne zu einem angenehmeren Ort zu machen. „Wichtig ist, alle Menschen bei Entscheidungen von vornherein mitzunehmen und einzubinden“, erklärte Frederik Suchla.

Eine Stärke ist die kulturelle Vielfalt in Löhne. „Löhne macht die Kultur aus“, betonte eine Teilnehmerin. Dabei geht es nicht nur um Kulturorte, sondern darum, wie diese in die Stadtentwicklung integriert werden können. Dabei wird auch die Dezentralität der Stadt als Stärke betrachtet, denn nicht alles muss im Zentrum passieren.

Die Werre selbst ist ein Schatz Löhnes, der bisher noch zu wenig genutzt wird.

„Die Werre bietet eine schöne Kulisse für Spaziergänge, Kanu- oder Radfahren und tolle Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung,“ erklärte ein Teilnehmer. Mehr Zugänge und Angebote, die die Werre in das städtische Leben integrieren müssen geschaffen werden. Die Werre ist ein attraktiver Ort und bietet großes Potenzial für Pop-Up Biergärten oder Veranstaltungen am Wasser.

„Erlebbarkeit durch Wasser“, so nannte es ein Teilnehmer, sei der Schlüssel, um diesen Bereich zu einem lebendigen Zentrum zu machen. Hier könnten Gastronomieangebote, Sitzgelegenheiten und kleinere Freizeitaktivitäten dazu beitragen, dass der Fluss als Teil des täglichen Lebens wird.

Die Dialogveranstaltung der SPD Löhne hat deutlich gemacht, dass Löhne viel Potenzial hat, aber es bedarf einer klaren und gemeinsamen Strategie, um dies auszuschöpfen. Die Menschen müssen mit ihren Ideen und Wünschen  mitgenommen werden. Dabei sollte man nicht nur auf Großprojekte setzen, sondern auch die kleineren, aber ebenso wirkungsvollen Maßnahmen in Angriff nehmen.

Löhne hat das Zeug dazu, eine Stadt zu werden, in der sich Menschen gerne aufhalten, einkaufen, sich treffen und Kultur erleben können – es gilt, die Stärken der Stadt zu stärken und die Werre als Rückgrat einer lebendigen, modernen Stadtentwicklung zu begreifen. Dieses Ziel wollen wir weiter in Angriff nehmen freut sich Bürgermeisterkandidat Christian Antl.

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Christian Antl