Aus dem Stadtverband

Dialog-Gespräche – Wohnen

„Was müssen wir tun für eine lebenswerte Stadt zum Wohnen?“ Diese Frage stand im Zentrum der Veranstaltung „Dialog-Gespräche – Wohnen“ der SPD Löhne. Bürgermeister Bernd Poggemöller beschrieb in seinem Vortrag zahlreiche Maßnahmen der letzten Jahren, um ausreichend und bezahlbaren Wohnraum für die Menschen in Löhne zu schaffen. Dann folgte der Blick in die Zukunft.

Die erfreuliche Tatsache, dass Löhnes Bevölkerung wächst, ist Grundlage, weiterhin qualitativ guten und bezahlbaren Wohnraum zu entwickeln. Die Wohnraumbedarfsanalyse zeigt hier weiteren Bedarf und gibt Hinweise auf Größe und Qualität benötigter Wohnungen. Entscheidend ist, den Wohnraum dort zu entwickeln, wo schon eine gute Infrastruktur und Verkehrsanbindung, auch durch den ÖPNV, vorhanden ist. Dies spart der Stadt Investitionskosten und sorgt für eine hohe Attraktivität.

Die Stadt versteht sich als aktiver Player in der Wohnungspolitik. Mit der Wohnstadt Löhne ist das Instrument geschaffen worden, um den Bedarf an öffentlichem Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Dieser Aufgabe wird nachgekommen durch die Sanierung der städtischen Wohnungen und den Bau neuer Wohnungen, wie es gerade an der Schützenstraße geschieht. Gleichzeitig ist die Stadt noch als großer kommunaler Anteilseigner an der Wohnungsbaugesellschaft B&S beteiligt.

„Wir halten ganz klar an unseren städtischen Wohnungen fest. Kein Mieter braucht sich bei uns Sorgen zu machen, dass seine Wohnung verkauft wird und er wegen Eigenbedarf gekündigt wird,“ versichert Christian Antl, Vorsitzender und Bürgermeisterkandidat der SPD.

Daneben hat sich Löhne zur Aufgabe gemacht, das Bauen von Eigentum zu fördern. Die Stadt kauft mit ihrer aktiven Bodenpolitik Grundstücke an, die anschließend entwickelt werden und Bauwilligen zur Verfügung gestellt werden. Damit kann Bodenspekulationen ein Stück entgegengetreten werden. Zukünftig sollen diese Prozesse gezielter strukturiert werden. Als Steuerungsinstrument steht der Stadt die Aufstellung von Bebauungsplänen zur Verfügung, selbstverständlich immer mit Beteiligung der Bürgerschaft. Ebenso besteht die Möglichkeit Flächen die der Bebauung nicht zugänglich sind, wieder aus den Planungen heraus zu nehmen.

Die zukünftigen Herausforderungen bestehen darin die Bebauung zu verdichten, Sicherung vor Starkregenereignissen, die Wohnqualität zu verbessern und den Schutz vor Hitze mit Grünzügen zu erhöhen. Dies wird in heißeren Sommern immer wichtiger. Auch muss es das Ziel sein, unbebaute einzelne liegende Baulücken der Bebauung zuzuführen und dem steigenden Kostendruck entgegen zu treten.

Auf der anderen Seite ist der Leerstand von Häusern und Wohnungen zu vermeiden. Hier geht es um Reaktivierung schon bestehender Häuser. Unsere Nachbargemeinde Hiddenhausen war mit dem Programm „Jung kauft Alt“ erfolgreich. Überlegungen auch in Löhne den Generationswechsel bei Immobilien zu begleiten werden angestellt.

„Wir brauchen in Löhne eine stabile und wachsende Einwohnerschaft, um die kommunalen Aufgaben bewältigen und finanzieren zu können, aber Wohnen ist mehr als ein Dach über dem Kopf, wohnen ist Heimat,“ so Christian Antl.