Aus dem Stadtverband

Mobilität und Weiterentwicklung des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV) in Löhne

Auf dem Foto v.l. Andreas Warnecke, Silke Welling (Bündnis´90/Die Grünen), Christian Antl (SPD) und Beatrix Wallberg

„Wir möchten den Menschen in Löhne ein Angebot machen, gute und wichtige Informationen zu aktuellen Themen in unserer Stadt zu erhalten und mit uns ins Gespräch zu kommen,“ so formuliert Bürgermeisterkandidat Christian Antl die Idee des Bürgerdialogs. Am 8. Mai fand die erste Veranstaltungen der Diskussionsreihe im Löhner Bahnhof statt. Besonders freut die Initiatoren, das auch die politischen PartnerInnen von Bündnis `90/Die Grünen zum Gedankenaustausch gekommen sind.

Mobilität und besonders die Weiterentwicklung des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV) war Thema dieses Abends. Als hochkarätige Referenten kamen Beatrix Wallberg, Dezernentin des Kreises Herford und Andreas Warnecke, Geschäftsführer der neu gegründeten Verkehrsgesellschaft des Kreises Herford (VKH).

Christian Antl beschrieb in seiner Einführung den Epochenwechsel im ÖPNV vom eigenwirtschaftlichen Busverkehr, der ohne Zuschüsse aus den kommunalen Kassen auskam hin zum Verkehr, der durch die Kommunen finanziert werden muss. „Wenn wir eigenes Geld in die Hand nehmen müssen, dann wollen wir eine gute Verkehrsleistung, die wir bestimmen und steuern können,“ so bringt es Christian Antl auf den Punkt.

Beatrix Wallberg wünscht sich Mobilität aus einem Guss und stellte die Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsträger dar und beschrieb die Kombination vom Schiene, Bus, Auto und Fahrrad.

Mit einem klaren Bekenntnis zur besseren Mobilität stellte Andreas Warnecke beim Bürgertermin in Löhne die neu gegründete VKH vor. Die Botschaft: Der Nahverkehr im Kreis soll einfacher, verlässlicher und zukunftsfähiger werden – und Löhne macht als erste Stadt den Anfang. Schon ab August 2026 geht die VKH an den Start und wird dort das neu zu strukturierende Liniennetz fahren, weitere Orte wie Bünde und Kirchlengern folgen Anfang 2027. Die VKH will dafür sorgen, dass Busse künftig dort fahren, wo sie wirklich gebraucht werden – mit festen Taktzeiten, guten Umsteigemöglichkeiten und einem passenden Angebot auch außerhalb der Schulzeiten.

Ziel ist ein durchdachtes und getaktetes System, in dem Bus und Bahn sinnvoll aufeinander abgestimmt sind. Die Vorbereitungen laufen bereits: Daten werden ausgewertet, Gespräche mit Busunternehmen geführt, Fahrzeuge geplant und ein passender Betriebshof gesucht. Der Kreis will damit nicht nur den Umstieg auf den Bus erleichtern, sondern auch den Verkehr in der Region entlasten und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Besonders wichtig ist, dass das neue Angebot für alle verständlich und nutzbar ist – für Berufspendler, ältere Menschen und alle, die nicht mit dem Auto fahren können oder wollen.

Das Netz soll klare Hauptstrecken mit ergänzenden Verbindungen in weniger dicht besiedelten Gegenden kombinieren. Was bisher oft unübersichtlich oder unpünktlich war, soll künftig zuverlässig, übersichtlich und alltagstauglich werden. Die Verkehrsgesellschaft versteht sich als Innovationsbringer und Löhne ist dabei einen weiteren Schritt hin zu einer modernen Mobilität zu gehen.