Ratsfraktion

Rettet das Glasbild „Die vier Elemente“ von Horst Bohatschek

 

„Das Bild „Die vier Elemente“ von Horst Bohatschek muss für die Nachwelt erhalten bleiben!“, SPD-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Böhm und Egon Schewe als Vorsitzender es Vereins „Löhne umsteigen“ sind sich da einig. Einen entsprechenden Antrag hat die SPD-Fraktion an den Rat gerichtet.

Was ist denn nun passiert?

Beim diesjährig anstehenden Umbau des Löhner Bahnhofs soll nach Vorgabe der oberen Denkmalschutzbehörde die Gebäudefassade wieder in den Originalzustand der Errichtung im Jahr 1916 versetzt werden. Das bedeutet u.a. leider auch, dass das vielfarbige Glasbild „Die vier Elemente“, das 1991 in das sechsteilige Fenster im Ostgiebel der Bahnhofhalle vom heimischen Künstler Horst Bohatschek eingesetzt und feierlich eingeweiht wurde, wieder entfernt und durch eine klare Verglasung wie im Ursprungsjahr 1916 ersetzt werden soll.

Diese Entscheidung, die das bei vielen Löhnern beliebte Kunstwerk an dieser Stelle zerstören würde, ist nicht nur für die ca. viertausend Fahrgäste, die täglich das künstlerisch anerkannte Fensterbild im Bahnhof passieren, sondern ebenso für die gesamte, an Kunst interessierte heimische Bürgerschaft sehr bedauerlich und völlig unverständlich. Dieses gilt auch vor dem Hintergrund, dass es sich bei dem Schöpfer des Bildes, Horst Bohatschek, um einen weit über die heimische Region hinaus tätigen wie auch reputierten und geachteten Künstler handelte. Ein weiteres seiner Werke befindet sich übrigens als großformatiges gläsernes Wandbild seit 1962 ebenfalls in Löhne, und zwar im Treppenhaus der jetzigen Grundschule (ehemalige Realschule) Löhne-Bahnhof. –

Vor diesem künstlerischen wie auch sozialen Hintergrund ist es nun sehr geboten und angemessen, dieses Glasbild des Löhner Künstlers nicht zu zerstören, sondern der Nachwelt zu erhalten.

Dieses wird nun von der Löhner SPD-Fraktion in zweifacher Lösung beantragt:

 

  1. Die Stadt Löhne setzt sich prioritär mit allem gebotenem Nachdruck und künstlerischem Respekt bei der oberen Denkmalschutzbehörde dafür ein, dass das Glasbild in Würdigung seines sozialen und künstlerischen Wertes an seiner bisherigen Stelle erhalten bleibt und in Realisierung des Umbaus technisch gegen Verfall oder Beschädigung geschützt wird.
  2. Notgedrungen alternativ, und daher erst in zweiter Priorität, sucht die Stadt Löhne nach einem exponierten Ort innerhalb des Stadtgebietes, wo das Kunstwerk schadlos wieder eingebaut und als transparentes Glasbild ausgestellt werden kan Zuvor sind dafür ggf. die urheberrechtlichen Erfordernisse zu prüfen und einzuholen. Widrigenfalls verbleibt das Kunstwerk ohnehin am alten Platz im Bahnhof.

 

Aber die Antragsteller sind guten Mutes, dass eine Einigung erreicht werden kann, im Sinne der Bürgerinnen und Bürger Löhnes

„Kunst ist auch ein Stück Leben!“, so der Vorsitzende des Kulturausschusses Volker Kollin.