Einige Altsozialisten und Ratsmitglieder der SPD Löhne besuchten am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, die städtische Kläranlage in Mennighüffen. Im Mittelpunkt der Besichtigung standen die technischen Abläufe der Abwasserreinigung sowie die Entwicklung der Anlage in den vergangenen Jahren.
Die Kläranlage der Stadtwerke Löhne erstreckt sich über rund 65.000 Quadratmeter und ist für 88.000 Einwohnerwerte ausgelegt. Neben dem Abwasser aus Löhne wird hier auch das Schmutzwasser der Nachbargemeinde Kirchlengern gereinigt. Durchschnittlich fließen rund 130 Liter Abwasser pro Sekunde in die Anlage.
Während der Besichtigung erhielten die Teilnehmer Einblicke in die verschiedenen Reinigungsstufen. Zunächst werden grobe Verunreinigungen, Sand und Fett entfernt. Anschließend übernehmen Mikroorganismen in den Belebungsbecken einen wesentlichen Teil der biologischen Reinigung. In der Nachklärung wird der Schlamm vom Wasser getrennt, bevor das gereinigte Abwasser kontrolliert in den Rehmerloher-Mühlenbach eingeleitet wird.
Ein weiterer Schwerpunkt war die moderne Energieversorgung. Die 2023 fertiggestellte Energiezentrale mit Blockheizkraftwerken sowie ergänzende Photovoltaikanlagen leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Auch die Behandlung und Entsorgung des anfallenden Klärschlamms gehört zu den anspruchsvollen Aufgaben des Klärwerks.
Die Besichtigung verdeutlichte, welcher technische, personelle und organisatorische Aufwand erforderlich ist, um eine zuverlässige Abwasserreinigung sicherzustellen. Gleichzeitig wurde die große Bedeutung der kommunalen Infrastruktur für den Umwelt- und Gewässerschutz deutlich.
Die Teilnehmer bedankten sich für die fachkundigen Erläuterungen durch Frank Ihde, als Betriebsleiter der Löhner Kläranlage und die Möglichkeit, einen Einblick in diesen wichtigen Aufgabenbereich der Stadtwerke Löhne durch ihn zu erhalten.
