Interessierte Mitglieder/innen aus den SPD Ortsvereinen Mennighüffen und Gohfeld trafen sich an der Werre um sich vor Ort von Ralf Isemann die Umsetzung der geplanten Gewässer Renaturierung an der Werre erläutern zu lassen. Bei dieser Gelegenheit erfuhren die Teilnehmer/innen auch das Ralf Isemann, der sich in der Verwaltung der Stadt Löhne ca. 40 Jahre lang um die Gewässer in Löhne und Umgebung gekümmert hat, Ende April 2025 in den Ruhestand geht. Seinen Nachfolger Alexander Eggers konnten die Teilnehmer/innen bei der Veranstaltung auch kennenlernen. Bevor die Erkundung der Ausbaustrecke mit dem Fahrrad erfolgte erläuterte Ralf Isemann zunächst den Werdegang der Planungen. Diese hatten bereits einen ersten Anlauf im Jahr 2006 genommen. Der damalige Vorschlag, das Sielwehr zu entfernen und die Werre dort abzusenken fiel jedoch auf wenig Gegenliebe. Hätte diese Maßnahme doch eine Absenkung des Wasserstandes der Werre um über 2 Meter bedeutet. Deshalb wurden zunächst Untersuchungen eingeleitet mit einer probeweisen Absenkung des Wasserstandes und der Einrichtung von etlichen Messpunkten entlang der Werre von Bad Oeynhausen bis Löhne um die Auswirkungen einer solchen Absenkung des Wasserstandes besser einschätzen zu können. Im Jahre 2016 wurden dann die konkreten Planungen zur Renaturierung in Angriff genommen. Ein erster Abschnitt der Werre vom Siel in Bad Oeynhausen bis zum Werreknie auf Löhner Gebiet wurde dann durch ein Planfeststellungsverfahren festgelegt. Die entsprechenden Pläne konnten eingesehen werden und wurden durch Ralf Isemann auf der Fahrradtour entlang der Werre vorgestellt. Die ersten Maßnahmen wurden ja bereits im vergangenen Jahr auf Bad Oeynhausener Gebiet östlich der Sielbrücke umgesetzt und werden in diesem und den nächsten Jahren weiter fortgeführt. Im Bereich des Werreknies entlang der Wochenendhäuser wird eine „Raue Gleite“ eingebaut und nach dem Abriss der alten Sielbrücke und des Sielwehres wird auch dort ebenfalls eine aber mit 400 m deutlich längere „Raue Gleite“ eingebaut. Diese ermöglichen die Absenkung des Wasserstandes der Werre und erhalten die Durchlässigkeit der Werre für Fische und auch die weitere Nutzung der Werre für Kanuten und andere Wassersportler. Die Fertigstellung dieses Bauabschnittes ist für 2027 vorgesehen. Zeitgleich sollen dann die Planungen für den nächsten Bauabschnitt bis zu der im Westen auf Löhner Gebiet liegenden Autobahnbrücke der Nordumgehung vorangehen. Wobei hierfür die ersten Planungen schon vorliegen. Interessant waren auch die Ausführungen von Ralf Isemann bezüglich der Umweltaspekte dieser Maßnahmen. Durch die Renaturierung erhalten die Städte Umweltbonuspunkte, so dass die Baumentnahmen damit abgedeckt werden konnten und ein großer Teil noch für andere Ausgleichsmaßnahmen zur Verfügung steht. Es war ein informativer Nachmittag und die Teilnehmer/ innen dankten Ralf Isemann sehr herzlich dafür und für seine langjährige gute und sehr bodenständige Arbeit zu Gunsten der Gewässer in Löhne und Umgebung.
SPD Mitglieder informieren sich über den Stand der Renaturierung an der Werre
