OV Löhne Ort

Wenn das Wasser kommt. Die Straße wird zur Wasserbahn. Bürgerversammlung der SPD Löhne-Ort am Dickendorner Weg

Betroffene Anwohner, Landwirte und Vertreter der Stadt und der SPD am Schadensort im Dickendorner Weg

Das Starkregenereignis Mitte Juni und die damit verbundenen Überschwemmungen haben in vielen Löhner Ortsteilen zu erheblichen Schäden geführt. Die zunehmenden Wetterextreme machen deutlich, wie wichtig gemeinsames Handeln und Wissen sind. Im Ortsteil Löhne-Ort waren u. a. die Anwohner des Dickendorner Wegs und der Seitenstraßen betroffen. Um gegen zukünftige Niederschläge dieser Art gewappnet zu sein, hat der SPD-Ortsverein Löhne-Ort einen Ortstermin mit betroffenen Anwohnern, Landwirten und Fachleuten der Verwaltung initiiert. Es fand ein sachlicher Austausch mit Lösungsvorschlägen statt, um diese Schäden zukünftig zu minimieren. Mit dabei war auch Christian Antl, SPD-Stadtverbandsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat.

„Der Dickendorner Weg ist nicht nur eine beschauliche Straße – sondern bei Starkregen immer öfter eine Bedrohung für die Anwohner im unteren besiedelten Teil, bei denen große Regenmengen innerhalb kurzer Zeit nicht nur Straßen und Keller überfluten“: so SPD-Ratsherr Reinhard Kempe, dem Initiator der Gesprächsrunde. Im oberen Teil, also dem höchsten Punkt der Straße, befinden sich große Ackerflächen in Hanglage, auf denen der Starkregen nicht komplett einsickern kann – er fließt oberflächlich ab und füllt die seitlichen Entwässerungsgräben, deren Kapazitätsgrenzen auch schnell erreicht sind. Die Folge: Die Wasserströme erreichen das Siedlungsgebiet, wo die Regenwasserkanalisation auch durch Verstopfung von Schlamm und Schotter schnell ihre Grenze erreicht. Das Wasser, der Schlamm und auch Schotter bahnt sich seinen Weg über die Straße fließt mit hoher Geschwindigkeit in Keller und Garagen der Anwohner. Auch die Nebenstraßen bleiben nicht verschont. Die Feuerwehr rückte mehrmals aus, um Geröll, Schlamm und Wasser zu beseitigen.

Die Anwesenden sind sich einig: „Alle müssen etwas gegen diese Ereignisse unternehmen – Privatpersonen, Stadt und Landwirtschaft“. Die Entwässerungsgräben müssen vergrößert und die Pflegeintervalle müssen erhöht werden, damit die Wasserführung besser wird. Auch sollten die Seitenstreifen geteert und nicht geschottert werden. „Der Schotter hat den Gully verstopft.  Das Wasser floss nach kurzer Zeit ungehindert auf die Straße“: so ein Anwohner. „Über bepflanzte Pufferstreifen und Versickerungsmulden auf den landwirtschaftlichen Flächen muss nachgedacht werden“ ging der Rat an die Landwirtschaft. Mit jedem Starkregen verlieren die Ackerflächen wertvollen Boden. Die Trafostation am Randstreifen wird auch als gefährdet angesehen. Ein Ausfall würde großen Schaden in der Stromversorgung anrichten. „Ein Gespräch mit dem Versorger, sowie mit weiteren Vertretern der Verwaltung wird geführt und weitere Dialogrunden in Löhne-Ort mit z. B. betroffenen Anwohner am Schulbach werden folgen“ so SPD-Ortsvereinsvorsitzender Dieter Falkenstern zu allen Anwesenden. Und Christian Antl: „Der Dickendorner Weg steht stellvertretend für viele ländliche Randlagen in Deutschland, wo Starkregen nicht nur die Infrastruktur bedroht – sondern auch den sozialen Zusammenhalt“.